Abgeordnete des Deutschen Bundestags zu Gast am Colégio Humboldt – Humboldt

Abgeordnete des Deutschen Bundestags zu Gast am Colégio Humboldt

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Klassenzimmer statt Plenarsaal – Abgeordnete des Deutschen Bundestags zu Gast am Colégio Humboldt in São Paulo

Passend zum Humboldtjahr besuchte der Unterausschuss der auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik (UA AKBP) zusammen mit dem deutschen Generalkonsul Axel Zeidler, den Vizekonsul Jens Gust und dem designierten Kulturattaché Julius Calaminus am 19. September 2019 das Colégio Humboldt. Die Delegation, bestehend aus verschiedenen Fraktionen des Deutschen Bundestags, erhielt während ihres knapp dreistündigen Besuchs einen Einblick in die verschiedenen Schulformen und in den Unterrichtsalltag.

Die vierten Klassen überraschten die Besucher zu Beginn mit zwei Liedern sowohl in portugiesischer als auch in deutscher Sprache. Der CSU-Abgeordnete und Ausschussvorsitzende Thomas Erndl meinte, dass alle Teilnehmer zum ersten Mal in Brasilien seien. Deshalb hätten sie beim ersten Lied nichts verstanden, sich beim zweiten Lied jedoch gleich wie Zuhause gefühlt.

Danach begann der offizielle Teil, in dem der neue deutsche Schulleiter, Detlev Devantié, die Anwesenden begrüßte und über die Arbeit an der Schule berichtete. Der Politiker der Linken, Stefan Liebich, interessierte sich für die soziale Herkunft der Schülerschaft, die laut Aussagen des Schulleiters vor allem aus der  Mittelschicht stamme. Hans Wagner, Direktor für berufliche Bildung und Weiterbildung, meinte, dass vor allem die Berufsschule auch Schülerinnen und Schülern aus unterprivilegierten Schichten eine einmalige Aufstiegsperspektive biete. Auch der Schulleiter der Porto Seguro, der anderen deutschen Schule in São Paulo, Werner Fabisch, war anwesend und hielt eine kurze Begrüßungsrede. Er verwies vor allem auf deren erfolgreiches Sozialprojekt der „Escola da Comunidade“, in der Schüler aus der angrenzenden Favela gratis beschult werden.

Austausch mit Schülern der Berufsschul- und Abiturklassen

Das Kennenlernen der Berufsschule war der erste Programmpunkt während des Besuchs. Die Berufsschüler hatten kurze Präsentationen zu ihren Beziehungen mit Deutschland vorbereitet. Sie berichteten von ihrem Unternehmens- und Schulalltag, den Unterschieden zwischen den Kulturen und einer möglichen Zukunft in Deutschland. Heiko Weinhappl, deutscher Berufsschulleiter, verwies auf die vielseitigen Qualitäten der Absolventen, die einem deutschen Berufsschüler in nichts nachstehen. Vor allem die Beherrschung von vier Sprachen ist ein Qualitätsmerkmal der Schüler. Ursula Groden- Kranich von der CDU, die eine Ausbildung zur Bankkauffrau absolvierte, dankte den Schülern für die interessanten Ausführungen und zeigte sich positiv überrascht von dem Deutschniveau der Berufsschüler. Der FDP-Abgeordnete Frank Müller-Rosentritt motivierte alle Anwesenden für den deutschen Arbeitsmarkt: „Deutschland braucht dringend junge motivierte Arbeitskräfte wie Sie“.

Zunächst zeigten sich die Abgeordneten sehr überrascht, als die sich beim Austausch mit den Abiturienten herausstellte, dass die Mehrheit von ihnen ihr Studium in Deutschland beginnen wolle. In dem interessanten Gespräch mit den Mitgliedern der Delegation fragten die Schüler durchaus kritisch nach der jeweiligen Haltung gegenüber Fragen des Klimawandels. Die Politiker  zeigten hier durchaus unterschiedliche Positionen. Interessant war für alle Beteiligten, wie menschlich und nahbar sich der hohe Besuch präsentierte – eine Werbung für die aktive Teilnahme an der Politik, an der Teilnahme an demokratischen Prozessen – immerhin ist der Beruf des Politikers auch das berufliche Wunschziel eines der Abiturienten.

Kennenlernen des Schullebens und –geländes

Beim Rundgang durch das weitläufige Schulgelände des Colégio Humboldt durch Mitglieder der SMV zeigten sich alle Besucher beeindruckt. In den Chemie- und Physiklaboren erlebten sie Unterricht hautnah und tauschten sich kurz mit den Schülerinnen und Schülern und Lehrern aus. Auch das Hallenbad und die Sporthalle sowie die Bücherei und das Theater imponierten den Mitgliedern des Ausschusses. „Die schönste Auslandsschule, die ich bisher gesehen habe“, so Paul Podolay von der AfD.

Zum Abschluss gab es ein gemeinsames Mittagessen in der Schulkantine, wo landestypisch Reis und Bohnen mit Fisch und Hähnchen sowie frische Früchte serviert wurden. In diesem Rahmen blieb noch viel Zeit für Gespräche und einen intensiven Austausch über die Herausforderungen der Auslandsschulen und Auslandslehrer. Die anwesenden Parlamentarier zeigten sich von der Schule beeindruckt und sicherten ihr die weitere Unterstützung im Bundestag zu.

Heiko Weinhappl, 25. September 2019

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